Ein wichtiges Kriterium beim Kauf einer neuen Maschine sollte nicht nur der Preis, sondern auch der Service nach dem
Wenn Sie Ihr Motorrad im Internet kaufen, dann ist oft keine Werksgarantie aktiviert oder nicht vorhanden. Dies bedeutet eine
Werkstattgarantie beim hunderte km entfernten Verkäufer und keine Werksgarantie.
Fehler bei der Übergabeinspektion bedingen deshalb weite Wege.
Unsere Werkstatt ist vom Spezialwerkzeug über je 3 Diagnose- und 3 Tuningprogramme auf dem neuesten Stand.
Gängige Verschleißteile halten wir das ganze Jahr in unserem Lager für Sie bereit.
Alle Arbeiten an Motoren, Getrieben, Endantrieben, Elektrik, Fahrwerk und Speichenrädern werden von uns im Hause erledigt,
ausgenommen Lackier-, Galvanisierungs- und Polierarbeiten.
Teileverkauf und Probefahrten: Montag - Freitag von 14-18 Uhr, Samstag von 9-12 Uhr. Telefon: 07164/14037 ab ca.10 Uhr.
Kundendienst, Wartung, Reparatur an 1 - 6 Zylindermotorräder,
vorzugsweise Italiener: Guzzi, Ducati, Aprilia, Laverda, MV Agusta.
Für gute Kunden auch mal BMW und Japaner.
Neuaufbau und Restauration nach Kundenwunsch.
Abgasuntersuchung mit 4-Gastester.
Hauptuntersuchung, Teil- und Vollgutachten im Haus. (TÜV)
Termin ist jeden Mittwoch möglich, bitte um Anmeldung.
Je nach Baujahr ist ein Leistungseintrag möglich.
Zylinderkopfbearbeitung: Bleifreiumbau,
Führungen, Ventile, Sitzringe erneuern, bearbeiten.
Brennraumvergrößerung mit neuen Sitzringen,
Kanalvergrößerung und größeren Ventilen.
Doppelzündungsumbau für eckige und runde Motoren.
Plandrehen der Dichtfläche.
Gewindeinstandsetzung mit Helicoil und Timesert.
Glasstrahlen von Aluteilen.
Links: Meister Zoller bei der Instandsetzung eines Benelli 900
Motors nach Ventilabriss mit Kolbenschaden, verursacht
durch einen Bruch der Steuerkettenschiene.
Hier noch ein Blick in unser gut bestücktes Teilelager:
Original Guzzi-, Aprilia, Ducati-, MV-, Voxan-Ersatzteile,
Ufi Luft-, Benzin und Ölfilter, NGK Zündkerzen,
Yuasa Batterien, Wälzlager FAG,
Bremsscheiben und Bremsklötze Brembo und Lucas,
Züge und Wellen von Stucchi, usw.
Wir haben, aus Erfahrung, bewusst nur Qualitätsprodukte
Teilebestellungen bitte an:
Über die Jahre haben wir nun schon einige Guzzi - Gespanne aufgebaut. Am Anfang wurde der Beiwagenrahmen noch
selbst gefertigt, mittlerweile beziehen wir die Gabeln, Hilfsrahmen, Seitenwagenrahmen über namhafte Hersteller.
Oder der Kunde liefert einen gebrauchten Seitenwagen mit Rahmen an, an den wir die nötigen Anschlüsse anpassen.
Von der T3, SP 1000, Le Mans, California, Centauro, 1100 Sport, V11, Breva 1100/1200 usw. können alle großen Guzzis
Für die Fahrwerksabstimmung ist Wilbers bei uns die erste Wahl. Viele Tauschfedern und die Einstellmöglichkeiten der
Dämpfung führen zu einem Topfahrwerk.
Bei der Bremse empfehlen wir ein Integralsystem für die Fußbremse. Eine Bremsscheibe vorn, eine seitlich und eine hinten
werden darüber betätigt. Mit der Handbremse wird die andere Bremsscheibe vorn und ein zweiter Sattel am Seitenwagen
gebremst. Mit dieser Bremsanordnung kann in den Bergen manches Solomotorrad ausgebremst werden.
Samstag früh kam ein Italiener, von dem ich über die Jahre schon ein paar Guzzis gekauft hatte, zu uns ins MGC-Lamparth.
Er bot mir eine Le Mans 1 mit diversen Mängeln an.
Sonntagnachmittag bin ich dann mit dem Transporter losgefahren, um die Guzzi anzuschauen.Bei näherer Besichtigung stellte
sich das vermeintliche Schnäppchen als der totale Schrott heraus.
Motor läuft nicht, Batterie fehlt, Instrumente fehlen, Bremsen fest, Lack hinüber, Gabel krumm usw. Die Liste ist lang….
eigentlich…. hm…. nicht rentabel. Aber es ist eine Le Mans 1. Ich werde schwach, wider besserem Wissen verhandeln wir noch
über den Preis, dann ist Sie mein.
Als abschreckendes Beispiel stand Sie dann in der Ausstellung.
Im Spätherbst dann die Entscheidung: Lehrling Andy darf die Le Mans komplett zerlegen. Eine erste Bestandsaufnahme beruhigt
mich dann doch. Kurbelwelle ist ok., Getriebe und Kardan haben normalen Verschleiß, Rahmen ist in Ordnung.
Dann ging es los: Rahmen, Schwinge, Rahmenbleche, Träger, Gabelbrücken, Felgen zum Strahlen, danach zusammen mit Tank,
Seitendeckel, Schutzbleche, Verkleidung, Sitzbankunterteil zum Lackierer. Alle Chromteile zum Entchromen, Polieren und wieder
verchromen. Motor-, Getriebe-, Kardangehäuse haben wir selbst glasperlengestrahlt.
An einem ruhigen Wintertag dann die Ventilsitze und Führungen aus den Köpfen ausgebaut und die Brennraumkalotte, für 47/40mm
Ventile, auf der Drehbank vergrößert. Neue Ventilführungen eingeschrumpft und größere Ventilsitzringe eingebaut, danach die
Ansaugkanäle auf mindestens 40mm vergrößert.
Die Ventilsitze werden auf der Serdimaschine mit 7 Winkeln möglichst strömungsgünstig bearbeitet. Zum Abschluss der Kopf-
bearbeitung haben wir noch eine Doppelzündung eingebaut.
Die Kurbelwelle war in der Zwischenzeit zum Feinwuchten bei Hoeckle. Gebrauchte 992 cc Zylinder, eine scharfe Nocke, sowie
diverse Kleinteile waren auch noch im Teilelager, so dass einem Zusammenbau mit neuen Lagern, Dichtringen, Alustirnrädern,
Einscheibenkupplung usw. nichts mehr im Wege stand.
Das Getriebe wurde neu gelagert, abgedichtet und defekte Zahnräder, Schaltmuffen, Gabeln erneuert.
Der Kardan wurde mit neuen Lagern und einer Tragbildkontrolle relativ günstig instand gesetzt.
Zwischenzeitlich war der Lackierer mit Rahmen, Schwinge und Fahrwerksteilen fertig, so das der Motor mit Getriebe eingebaut
werden konnte. Die Gabel wurde mit neuen Standrohren, progressiven Federn und Bitubodämpfern montiert.
Hinten kamen überholte zeitgenössische Marzzochi Strada zum Einbau. Schnell noch BT 45 auf die silberlackierten Felgen gezogen,
Räder eingebaut: Sieht schon wieder nach Motorrad aus.
Jetzt kam die Bremse an die Reihe: Alle Zylinder und Sättel zerlegt, gereinigt, mit neuen Kolben und Dichtungen sowie schwarzen
Stahlflexleitungen eingebaut.
Nun der größte Brocken, die Elektrik. Der Originalkabelbaum war deutlich sichtbar korrodiert, eine Neuanfertigung unumgänglich,
zumal die im Zubehör Angebotenen nicht meinen Vorstellungen entsprachen. Der Vorteil einer Eigenfertigung liegt darin, dass nur
die Kabel und Stecker, die wirklich benötigt werden auch in entsprechendem Durchmesser gelegt werden und sämtliche Schalter,
Spulen, Sicherungen, Instrumente, Zündung usw. ohne überflüssige Stecker angeschlossen werden.
Nun noch der Rest eingebaut, eingepasst, zusammengebaut, Öle eingefüllt und den ersten Testlauf mit Vergaser– und Zündeinstellung
Nachdem alles dicht ist, folgt die erste Probefahrt. An den darauf folgenden Sonntagen die endgültige Feinabstimmung der Vergaser.
Mittwoch Abnahme: Vollgutachten mit Geräuschmessung und Eintrag des Motors.
Im Juli dann eine Fahrt nach Mandello, bei der ich doch einigen Maschinen jüngeren Datums zeigen konnte, zu was eine Le Mans 1
Die Guzzi ist mit 35 Jahren auf dem Buckel noch immer eine tolle Fahrmaschine, die aus ihren Lafranconis und Dellortos atmet und lebt.
Arbeitszeit waren ca. 120 Stunden, Teile für ca. 8000,-Euro plus Anschaffungskosten Fahrzeug.