MGC-Lamparth
Kompetenz in Motorradtechnik
Reparaturinfos
Kardanmomentstütze
Für alle Breva, Griso, Norge, Sport und Bellagio bieten wir einen Umbau der Kardanmomentstütze an. 
Hierbei wird das vordere Kugelgelenk ausgetauscht. Die Gasannahme wird dadurch spürbar weicher.
V11- Momentstützen können bei uns für 50,- € überholt werden.
Bei einer Fahrzeugrestauration wird alles mögliche repariert, oft werden aber die Bremsleitungen
vergessen. Man muss sich einfach mal vor Augen führen, dass eine Cali T3 oder Le Mans aus den 70ern
sind und damit 30 Jahre und mehr auf dem Buckel haben. Anbei ein Foto wie solche Leitungen an den
Stellen aussehen, wo auch der TÜV nicht hinsehen kann. 
Bremsleitungen
Der Anschluss ist unter dem Schutzschlauch nahezu weggerostet und im Schlauch hat sich bereits eine Blase
gebildet. Bis zum durchfallenden Bremshebel war es nicht mehr lange.
Im Klartext: wenn das bergab passiert, hat man keine Bremswirkung mehr.
Als Nachrüstbremsleitungen empfehlen wir einen Satz Stahlflexleitungen mit verdrehbaren Anschlüssen, auf
Wunsch mit schwarzer Beschichtung.
 
Bremsflüssigkeit
Auf Empfehlung der Fa. ATE verwenden wir ausschließlich ATE 200. Diese Bremsflüssigkeit weist einen Nasssiedepunkt
von 200° Celsius und trocken 280° auf. Herkömmliche Flüssigkeiten erreichen 160° und als +Variante 185°. Selbst eine
SL6 Bremsflüssigkeit für ABS Autos erreicht nur 180° Nasssiedepunkt. Da ABS-Motorräder praktisch nie bei -10° bewegt
werden ist eine SL 6 Bremsflüssigkeit nicht nötig. Bei Tiefsttemperaturen ist SL 6 wegen den ABS-Ventilen erforderlich.
Aus Sicherheitsgründen empfehlen die Bremsenhersteller einmal im Jahr einen Bremsflüssigkeitswechsel.
Kosten ca. 40-50 Euro.
Motorenöle
Aufgaben:schmieren, abdichten, kühlen, reinigen, Kräfte übertragen, Rückstände in der Schwebe halten, Säuren neutralisieren,
                 Wasser aufnehmen und vor Korrosion schützen.
                 Es soll wenig altern, nicht schäumen und bei allen Temperaturen fließfähig bleiben.
Nur ein Grundöl mit entsprechenden Additiven kann dies sicherstellen. Das Additivpaket hat einen großen Einfluss auf den
Preis, wie auch das Grundöl: Mineral-, Halbsynthese- oder Vollsyntheseöl.
Durch höhere Drehzahlen, Temperaturen und Nasskupplungen sind die Anforderungen von Motorradölen anders definiert
als bei den Autoölen.
Also bitte immer Motorradöle verwenden!!!   
Ausnahme: unterwegs wenn Öl nachgefüllt werden muß, wegen einem Viertelliter passiert  nichts.
Grundsätzlich kann man unterschiedliche Viskositäten und Qualitäten mischen z.B: Mineral- mit Synthetiköl.
Die Viskosität für luftgekühlte Motoren sollte 15W50 oder 10W60 betragen. Japaner schreiben meist 15W40 vor.
Bei einem 15W50 Öl besteht das Grundöl aus einem 15er Öl und wird mit VI-Verbessern auf 50er hochgepeppt. Das
bedeutet für ein 10W60 das hier ein 10er Grundöl verwendet wird und mit wesentlich mehr Chemie verbessert wird.
In der Praxis werden diese VI-Verbesserer von den Kolbenringen und Getrieberädern zerkleinert, so das die Viskosität
immer mehr abnimmt. Aus einem 10W60 wird dann sehr schnell ein 10W30.
Niedrigere Viskositäten, wie 0W30, sind nur für Winterfahrer empfehlenswert.
API Angabe(American Petrol Institute): S für Ottomotor, der zweite ist J oder L.  Auf der Ölflasche sollte mindestens
API: SJ stehen. Gute Öle übertreffen diese Mindestnorm.
Synthetiköle wie Motul 300V 15W50 haben eine höhere Temperaturbeständigkeit. Wir empfehlen sie für sportlich gefahrene,
hochbelastete Motoren: V11, Breva, Griso, Norge, Aprilia’s usw. also für alle, die gerne die Leistung ausschöpfen.
Teilsynthetische Öle wie Motul 5100 15W50 verwenden wir in Tourenmodellen, z.B: California oder Bellagio.  
Bei den meisten Kunden weiß ich, wer wie fährt und fülle das entsprechende Öl ein.
Warmfahren? Ja bitte, 5-10 km mindestens 50°, um die Bauteile auf das richtige Laufspiel zu bringen und damit das Öl
an alle Stellen gelangt.
Ölfilterwechsel? Natürlich bei jedem Ölwechsel, denn im Filter ist der ganze Schmutz gespeichert und wird durch ein neues
Öl wieder gelöst und in der Schwebe gehalten. Die neuen Additive werden dadurch schnell wieder verbraucht.
Ölwechsel sollte vor dem Winter durchgeführt werden. Die Standzeit ist für ein frisches Öl kein Problem.
Altes Öl dagegen kann bei verbrauchten Additiven zur Korrosion im Motor führen.
    
  
Oben sieht man feste Ablagerungen im Ölkanal der Kurbelwelle.Durch mangelhaftes Öl, welches die Schmutzstoffe
nicht in der Schwebe halten, wachsen die Ölbohrungen zu und es kommt zu einem Pleuel- und Lagerschaden.
Wenn dann die Öldrucklampe aufleuchtet, ist es schon zu spät !!!
Die Öldrucklampe muss beim Starten sofort ausgehen. Wenn nicht, Motor sofort abstellen und Fehler suchen lassen.
V11 Zylinder im Schnitt:
Abriss der Zylinderhälfte an einem Baum durch
Unfall.
Die V11 war ein Totalschaden, Motor und Getriebe
wurden aus dem Rahmen gerissen.
Der Rahmen hat nur noch Dekorationswert.
Der Fahrer hatte zum Glück nur einen
gebrochenen Zeh.
Wenn Ihr Sohn seinen Roller mit den Füßen
bremst, wird es höchste Zeit nach den Bremsbelägen
zu schauen.
Hier wurden die Beläge mitsamt der Eisenplatte
durchgebremst (rundes Loch).
Dann kam der Bremskolben an die Reihe.
Das geht nicht mehr lange gut, denn die Bremsflüssigkeit
läuft dann aus und man hat keinen Druckpunkt mehr.
Der Hebel fällt durch.  
Durchgeschliffener Stößel durch defekte
Nockenwelle.
Der Kunde hat solange die Ventile nachgestellt,
bis kein Gewinde mehr übrig war.
Spätestens nach dem 2. Nachstellen des gleichen
Ventils innerhalb 1000 km liegt ein solcher Fehler vor.
Ursache sind minderwertige Öle.
Zerstörte Lichtmaschine durch vermurksten
Kabelbaum.
Hier wurden Kabel wild zusammen gelötet
und anschließend mit einer dicken Rolle
Isolierband versteckt.
Beim ersten Regen hat sich das Wasser im
Isolierband gesammelt und hier die Korrosion
und einen Kurzschluss verursacht.
Link zu Motul